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Pressetexte

Capoeira

Kampfkunst – dieser Begriff ist wie für die Capoeira gemacht.

Wie kaum ein anderer Sport vereint sie körperliche Kraft und Härte mit eleganten, geschmeidigen Bewegungen und akrobatischen Elementen. Capoeira ist ein Ausdruck von Freiheit und Lebensfreude, interkultureller Austausch und gleichermaßen eine Form der Selbstverteidigung.

Entwickelt wurde die Capoeira von afrikanischen Sklaven in Brasilien. Ab dem 16. Jahrhundert, in einer Zeit der Unterdrückung, suchten die Sklaven nach einem Weg, sich ihre kulturelle Identität und ihren freien Willen zu erhalten und vor allem eine Möglichkeit, sich gegen ihre Herren zu wehren. Mit dem zunehmenden Wunsch nach Freiheit entstand letztendlich die Capoeira: eine Kampfkunst, die als Tanz getarnt wurde, um nicht von den Gutsherren entdeckt zu werden.

 

Aschaffenburg Capoeira

Capoeira ist eine Kampfsportart aus Brasilien. Sie wird mit Musik geleitet und durch Gesang unterstützt.

Durch ihre mitreißende Art zieht die Gruppe Aschaffenburg Capoeira ihre Umgebung in den Bann dieser Kampfkunst. Je nach Rhytmus wird das Auge der Zuschauer durch langsam spielerische oder atemberaubend schnelle, riskante Bewegungen hypnotisiert.

Gerade in den letzten Jahren hat sich Capoeira auch in Deutschland als beliebter Kampfsport etabliert. Bereits seit 2005 trainiert die Gruppe im Turnverein 1860 e.V. Aschaffenburg. Inzwischen erfreut sich die Gruppe an mehr als 100 Mitgliedern aller Altersklassen.

 

Interview

Was ist das Besondere an Capoeira?

Capoeira ist viel mehr als nur eine reine Sportart. Ihre Vielseitigkeit ist einzigartig. So kommt neben den Bewegungen zum Beispiel auch der Musik eine tragende Rolle zu, denn davon lebt die Capoeira. Wir spielen unsere eigenen Instrumente, die mit dem Rhythmus auch die Spielrichtung vorgeben. Also ob nun eher langsam und fließend oder eben schnell Capoeira gespielt wird. Außerdem lernt man viel über die Geschichte und Kultur Brasiliens.

 

Ist Capoeira nicht ein Tanz?

Nein. Capoeira ist eine Kampfsportart, aber man lernt Schritte, die tanzähnlich sind. Wie auch bei anderen Kampfkünsten gibt es zahlreiche Tritte und Techniken, die auf den Gegenspieler gehen. Man lernt im Training jedoch auf die Angriffe zu reagieren und auszuweichen, oder mit Gegenangriffen zu antworten. Dadurch, dass auch akrobatische Elemente eingebaut werden, entstehen letztendlich die fließenden Bewegungen.

 

Kann man jederzeit bei Euch als Neueinsteiger anfangen?

Natürlich. Anfänger sind immer herzlich willkommen. Für sie gibt es auch spezielle Trainingseinheiten.

 

Gibt es irgendwelche Voraussetzungen, die man erfüllen muss, um Capoeira lernen zu können?

Nein, bei uns kann jeder mitmachen, unabhängig von Alter oder Fitnesszustand. Man lernt im Training alles von Grund auf, sodass man sich vorher keine Gedanken darüber machen muss, ob man die nötige Kondition oder Beweglichkeit mitbringt. Das Wichtigste ist, dass man mit Spaß und Interesse dabei ist.

 

Können auch schon Kinder mitmachen?

Ja, wir bieten Kindertraining ab vier Jahren an. Gerade Kindern fällt es leicht sich auf Capoeira einzulassen, weil sie viel Interesse mitbringen und mutig sind, etwas Neues auszuprobieren. In Aschaffenburg haben wir eine sehr große und starke Kindergruppe, die bereits auch eigene Auftritte hatte, wie z. B. auf dem Fest Brüderschaft der Völker oder dem Kinderkulturtag.

 

Wie oft sollte man in der Woche trainieren?

Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, aber zwei Mal wäre schon sinnvoll, um am Ball bleiben zu können. Wir haben auch „Extremfälle“, die seit vielen Jahren dabei sind und am liebsten jeden Tag trainieren würden. Dafür wurden dann noch zusätzliche Trainingszeiten ins Leben gerufen, um auch alle zufriedenstellen zu können. Unser Trainer ist Instrutor Geléia. Des Weiteren gibt es noch Hilfstrainer, die von ihm ausgebildet wurden und Kinder sowie Anfänger unterrichten.

 

Wie würdet Ihr Eure Gruppe beschreiben?

Bei uns kommt jeder zusammen, ob jung oder alt, egal aus welcher Schicht der Gesellschaft. Capoeira verbindet. Wir haben einen starken Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Neben dem regulären Training wird auch in der Freizeit viel zusammen unternommen. So haben wir beispielsweise jedes Jahr im Sommer ein Zeltwochenende, außerdem eine Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss und sogar eine eigene Fußballmannschaft.

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